Ohne Krill Keine Wale

Wie industrielle Krillfischerei das Südpolarmeer gefährdet und warum unser Konsum dabei eine Rolle spielt

Antarktischer Krill ist eine zentrale Nahrungsgrundlage für viele Walarten und für das gesamte südpolare Ökosystem. Unser Bericht ‘Ohne Krill Keine Wale’ zeigt auf, wie Konsum und Fischereimanagement diese fragile Schlüsselspezies beeinflussen und was wir tun können, um die einzigartige Region der Antarktis zu schützen.

Meike Schützek

LAUNCH EVENT

Am 15.2. – dem Welttag der Wale – bieten wir von 16:30-17:15 eine 45-minütige Expertenführung zum Superhelden Antarktischer Krill an. Der Ort könnte nicht passender sein: Das Panometer in Leipzig – es zeigt gerade die immersive Ausstellung “Antarktis” von Yadegar Asisi.

Wir werden auf die Veröffentlichung des Berichts anstoßen, ein screening unseres Animationsfilms zeigen und anschließend gemütlich das Thema diskutieren (Eintritt: 5 Euro).  Seid Ihr dabei?  Wir freuen uns auf Euch!  

BERICHT

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Kaum eine Art ist so unscheinbar und zugleich so bedeutsam wie der antarktische Krill (Euphausia superba). Im Südpolarmeer ernährt er maßgeblich die sich erholenden Walpopulationen in der Region der Antarktis. Aber er spielt darüber hinaus noch eine viel größere Rolle: Dieser Kleinkrebs ernährt Robben, Pinguine, Fische und Seevögel – den Großteil des südpolaren Nahrungsnetzes – und wirkt zudem als biologische Kohlenstoffpumpe im globalen Klimasystem. Doch diese Schlüsselfunktionen geraten zunehmend ins Wanken:

Die Klimakrise und die zunehmende Industrialisierung der Krillfischerei destabilisieren das ohnehin stark belastete antarktische Ökosystem. 2025 wurde erstmals die maximal erlaubte Fangmenge erreicht, während zentrale Schutzmaßnahmen ausgesetzt wurden – mit der Folge einer räumlich stark konzentrierten und ökologisch riskanten Fischerei. Krill ist für das Südpolarmeer lebenswichtig, für den Menschen jedoch verzichtbar und wird vor allem für Luxus- und Futtermittel genutzt. Besonders der europäische Konsum verschärft den Druck auf Wale, Pinguine und andere Arten.

Unser Bericht zeigt diese Schieflage auf und macht deutlich, wie politische Entscheidungen, wirtschaftliche Interessen und Konsumverhalten verändert werden können und sollten.

Impressum

Inhalt: Ocean. Now! Team, Illustrationen und animiertes Video: Maja Litzke, Layout: Stefanie Cloos, Infografiken: Carolin Oelsner, Social Media: Rosie Howell, Hero Image: Karin Binz, Administration: Lore Sülwald, Direktion: Meike Schützek

WAS DU TUN KANNST

Die Antarktis und das Südpolarmeer halten uns minütlich am Leben: Durch die immense Produktion von Sauerstoff, die starke Regulierung des Klimas und die global größte marine Speicherung von CO2. Jede:r von uns kann dazu beitragen, dass diese  bedeutsame Region geschützt wird.

Vermeide Krillprodukte

  • sag Nein zu Krillöl und wähle stattdessen Algenöl als Omega-3-Fettsäure
  • verzichte auf Meeresfrüchte (z.B. Zuchtlachs), die mit Krill gefüttert wurden
  • boykottiere Tierfutter, das Krill enthält

Fordere Transparenz im EinzelHandel

Fordere klare Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Inhaltsstoffen, um
die Herkunft von Krill sichtbar zu machen.

Werde politisch aktiv

Setze dich dafür ein, dass Unternehmen, Regierungen und Aufsichtsbehörden die Nutzung von wild gefangenem Fisch und Krill in Tierfutter und Nahrungsergänzungsmitteln schrittweise abschaffen.

Unterschreibe diese Petition für das Domain 1 MPA

Unterstütze die Bemühungen
zur Einrichtung von großflächigen  Meeresschutzgebieten (MPAs) und eines ökosystembasierten Managements für Krill im Südpolarmeer.

Partner:innen

Dieses Projekt wurde aus Erlösen der 16. Sonderbriefmarke „Für den Umweltschutz“ zum Thema „Antarktis – Gemeinsam Einzigartiges schützen“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und das Umweltbundesamt gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen.

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