KAMPAGNE #2: “Under Our Skin – Mikroplastik in der Mode”
Eine Richtungswende für Polyester Mikrofasern
Polyester befindet sich auf und unter unserer Haut und in der Atmosphäre, ist in Hunderten von Jahren nicht biologisch abbaubar und vergiftet den Ozean und die Umwelt. Aufgrund der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist es in unsere Lebensweise eingebettet. Das Tragen von Polyester verstärkt das Klimachaos und die Ungerechtigkeit gegenüber dem Globalen Süden.
Die Menschheit befindet sich auf vielen Ebenen auf dem falschen Weg, und es ist dringend notwendig, von fossilen Brennstoffen wegzukommen und die Mode wieder zu verlangsamen. Die Verschwendungsgesellschaft, in der wir leben, bringt uns um. Wir müssen verstehen, dass wir fühlen müssen, uns wieder mit der Natur verbinden und unser Verhalten entsprechend unserem Wissen ändern. Die Industrie muss mutig sein und die Gier überwinden.

Unsere Forderungen
Um Licht in diese Angelegenheit zu bringen, ruft Ocean. Now! die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik zu progressivem Handeln auf.
In einer ersten Petition wenden wir uns an die globale Modemarke adidas. Unsere Forderungen:
1. Sofortige Einstellung des Verkaufs von Polyester-Fleece-Produkten
2. Einstellung des Verkaufs von Polyester aus fossilen Brennstoffen und Umstellung auf biologisch abbaubare Alternativfasern für Textilien bis 2030
3. Unterstützen Sie den politischen Prozess
4. Planet vor Profit
Im Anschluss an diese Petition wird eine Petition an die politischen Entscheidungsträger folgen.
Einbindung von Konzeptkunst
Wir von Ocean. Now! nutzen Kunst, um unsere Botschaft zu vermitteln. Im kreativen Teil der Kampagne werden wir eine Fotoserie erstellen, die mit dem Material Polyester arbeitet. Die entstandenen Porträts werden thematisch fünf Schlüsselphasen im Zusammenhang mit der Produktion des synthetischen Materials Polyester darstellen: Ölverschmutzung, Überkonsum, Mikrofasern und Modekolonialismus; in einer fünften Phase – Heilung – planen wir, indigene Weisheiten einzubinden.
Die Fotoserie wird in Zusammenarbeit mit Toni Meyer, Vibha Galhotra, Kobina Nyarko und anderen Konzeptkünstlern im Frühjahr 2025 realisiert.
Weitere Einzelheiten findest Du in unserer Pressemitteilung.

Das Polyester Problem
Das Problem bei Polyester ist, dass es sich um ein erdölbasiertes Material handelt, das sich kaum abbaut und potenziell giftig für lebende Organismen ist. Weitere wissenschaftliche Details findest Du hier.
Unsere Positionierung basiert auf dem Vorsorgeprinzip aus dem Bereich des Umweltrechts: eine Zunahme synthetischer Mikrofasern sollte unbedingt vermieden werden.
Politik – status quo
Mit unserer Kampagne leisten wir einen Beitrag zum SDG14 – “Leben unter Wasser”. Auf EU-Ebene hat sich der EU Green Deal das Ziel gesetzt, bis 2030 30 % weniger Mikroplastik in die Umwelt freizusetzen. Mit der Ökodesign-Verordnung und dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft wird in Zukunft ein stärkerer Fokus auf die Recyclingfähigkeit und ökologische Gestaltung von Produkten gelegt. Die Umsetzung auf Länderebene wird in den nächsten Jahren erfolgen. Die Fortschritte bei der Erreichung quantifizierbarer Ziele sind jedoch gering.
Wir hoffen, dass die neue EU-Regierung den progressiven Trend zumindest fortsetzen, wenn nicht sogar verstärken wird. Wir fordern Entscheidungsträger:innen in Wirtschaft und Politik auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen, die Prozesse auf EU-Ebene voranzutreiben und Vorreiter bei der Abschaffung von Polyester in der Mode zu sein.
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Fordere gemeinsam mit uns den Status Quo heraus und fordere Veränderungen in der Welt der Fast Fashion! Unterzeichne unsere erste Petition hier.

